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| Schon in alter Zeit war der zwischen dem Salzburger und dem Reichenhaller Becken liegende Höhenrücken des Walserberges von Bedeutung. Er stellte landschaftsbedingt ein Grenzgebiet dar, das als Bindeglied naturgemäß den Verkehr an sich zog. Über einen ausgetretenen Pfad wanderten schon zur Keltenzeit Käufer und Tauschhändler zum und vom Salzhandelsplatz der Reichenhaller Gegend. Zur Römerzeit führte die Salzstraße von Juvavum kommend an Colle (Gois) vorüber Richtung Marzoll, während ein - wahrscheinlich bei Gois abzweigender Weg - entlang des Höhenrückens in Richtung Saalach führte. Auf dem Walserberg stand ein römischer Wachturm. Im Mittelalter lag hier die Grenze zwischen dem Gericht Oberplain, das sich gegen Großmain hin erstreckte und dem Gericht Glan, zu dem damals auch das Walserfeld gehörte. In diesem Gebiet kam es nicht selten zu Konflikten. Nach dem Begräbnis des im Jahre 1219 in Treviso verstorbenen Kreuzfahrers Luitbold von Plain brachen zwischen dem Salzburger Erzbischof und dem Bayernherzog Erbstreitigkeiten aus, die zum Teil hier im Grenzgebiet ausgetragen wurden. Erst 1228 einigten sie sich in einem "Vergleich" in Reichenhall. Damals wurde auch die Grenze über den "Valusariberg" neu festgelegt. Im 14. Jahrhundert gab es wegen des Zolles am Walserberg und wegen der zusätzlich geforderten Mautgebühr an der nahen Bichlbrücke viel Zank und Hader. Wegen der steil ansteigenden Straße wurde am Fuße des Berges oft eine Rast eingelegt. So ist es verständlich, dass im Jahre 1806 Jakob Reinbacher um die Bewilligung zum Bau eines Gasthauses ansuchte. Er führte als erstes den heutigen Gasthof Röhrenwirt, sein Nachfolger war Michael Wurzinger. Ab 1840 nannte sich der Eigentümer Sebastian Mundigler. Um 1837 begann der Wirt mit dem Graben von tiefen Kellerstollen in den Konglomerathang an der Westseite der Straße. Diese röhrenartigen Gänge "Reahrn" wurden auch vom Salzburger Bräustübl zum Lagern der Bierfässer gepachtet. Im Jahre 1900 wurden Jakob Feninger und Helene Auer aus Bicheln bei Ainring als Wirtsleute ernannt. Anschließend hat die Witwe des Jakob Fenninger mit Franz Ragginer das Gasthaus geführt. Ihr Sohn Alos Fenninger folgte 1938 mit seiner Frau Walpurga, geb. Brötzner vom Kopeindl-Bauer als Bewirtschafter. Seit 1970 ist deren Sohn Alois Feninger der Wirt, tatkräftig unterstützt von seiner Frau Romana, geb. Bogensborger aus Ramingstein. Zur abwechslungsreichen Geschichte des Hauses ist noch zu bemerken, dass es 1877 und 1890 von Bränden heimgesucht wurde. Im Frühjahr 1981 wurde das neuerbaute Gebäude des Röhrenwirts unmittelbar neben dem alten Haus eingeweiht. (aus dem Heimatbuch von Wals-Siezenheim von Franz Müller) |